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Maria Hilfe der Christen in Goldscheuer

 
Uhlandstr. 12 / Merkurstraße, 77694 Kehl-Goldscheuer
 
Patrozinium: letzter Sonntag im Mai
 

Öffnungszeiten:

Unsere Kirche „Maria, Hilfe der Christen“ in der Merkurstraße, deren Innenraum vom Graffiti-Künstler Stefan Strumbel neu gestaltet wurde, ist zu den Gottesdiensten geöffnet. Gottesdienste feiern wir sonntags 14-tägig um 10.45 Uhr. Ebenso ist die Kirche sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Die aktuellen Daten hierzu finden Sie in unserer Gottesdienstordnung hier.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, telefonisch einen Besuch zu vereinbaren.

Gruppenanfragen mit Führungen nimmt gerne das Pfarramt (Tel. 07854 - 221 oder st.arbogast@kirchen-kehl.de) oder Renate Hauer (Tel. 07854 - 829) entgegen.
Kontakt: Pfarramt St. Arbogast, Kirchstr. 18, 77694 Kehl-Marlen.

Der Verein für Heimatpflege Goldscheuer, Marlen, Kittersburg e.V. hat interessante Fakten und Dokumente zur Geschichte der Kirche zusammengetragen, die Sie hier finden.

 
Maria Hilfe der Christen im Flug erkunden

Wir laden Sie ein, unsere Kirche aus ungewohnten Perspektiven zu sehen!

 
„Maria Hilfe der Christen“ – Heimat und Glaube - Neugestaltung des Innenraumes

 

Herzlich willkommen in der Kirche „Maria, Hilfe der Christen“!

1961 begann alles mit der Grundsteinlegung auf der grünen Wiese. Zuvor gab es eine sogenannte Notkirche im Ort. Die gemeinsame Pfarrkirche der Gemeinde St. Arbogast stand schon immer im Nachbarort Marlen.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts blühte die Wirtschaft und die Bevölkerung wuchs. Daher kam es zu diesem 1963 aus Backsteinen fertiggestellten Kirchenbau mit freistehendem Glockenturm.

Mehrere Anläufe in den vergangenen Jahren, die Kirche zu renovieren, schlugen aus den unterschiedlichsten, vor allem finanziellen Gründen fehl. Im Jahr 2009 wurde durch den örtlichen Pfarrgemeinderat eine Spenden-sammelaktion durchgeführt, die deutlich machte, dass die Gemeinde die Kirche nicht aufgeben wollte.
Im Sommer 2010 erteilte das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg die Genehmigung für eine schlichte Turm- und Innenraumsanierung.

Erst im Spätherbst 2010 kam durch persönliche Kontakte der Offenburger Künstler Stefan Strumbel ins Spiel. Er zeigte sich begeistert vom leergeräumten Kirchenraum und davon, diesen künstlerisch auszugestalten. Im Januar 2011 stimmte dann der Pfarrgemeinderat, das Ordinariat und des Erzbischöflichen Bauamtes den Plänen und Entwürfen zu.


Heimatlichen Gefühlen auf der Spur

Im romanisch anmutenden waagrechten Streifenmuster an den Wänden und in den senkrecht verlaufenden Streifen ist eine Kreuzoptik zu erkennen. Im gotischen Türrahmen im Chor öffnet sich der Raum ins Licht. Die Kraft des Kreuzes drückt sich in den Strahlen aus, die ganz klar an den Kranz um die Taube (Symbol für den Heiligen Geist) erinnern. Die LED-Leuchten verstärken dabei die Leuchtkraft.

Hinter das Kreuz fällt ein Schatten, der durch farblich wechselndes LED-Licht ausgeleuchtet wird entsprechend der liturgischen Zeit (violett – Advent/Fastenzeit, grün – Jahreskreis, rot – Pfingsten/Karfreitag, gold und weiß – Weihnachten/Ostern/Feste). Über dem Kreuz beginnt eine Lichtspur, die zur Madonnendarstellung auf der Orgelempore führt. Sie schafft eine Verbindung zur Kreuzigungsgruppe. Jesus stirbt und seine Mutter Maria und der Apostel Johannes stehen darunter. Beim Madonnenbild trägt Maria Jesus in ihrem Arm. Jesus macht dabei ein sehr ernstes und ungewohntes Gesicht, weil sein Blick in die Zukunft, auf das Kreuz gerichtet ist. Jesus hält mit seiner rechten Hand Maria am Kinn und richtet es auf und er hält sich liebevoll mit der linken Hand an der Tracht fest. Maria trägt die ortsübliche schwarze „Maschenkappe“ als Kopfbedeckung. Damit wird sie zur „Frau aus dem Volke“, wie es in der Strophe eines bekannten Marienliedes heißt. Dieses acht Meter hohe Gemälde hat Stefan Strumbel mit Spraydosen gemalt. Türkis und Rosa sind bewusst gewählte Farben der Biedermeierzeit, die sich auch in den Kerzenleuchtern wiederfinden.

 

 

Rechts und links des Eingangs befinden sich zwei Comic-Sprechblasen im Pop-art-Stil, in die eine Kerze aufgestellt werden kann. Die Flamme spiegelt sich dreimal und das Kerzenlicht leuchtet – bei näherem Herangehen – unter der sich in der Sprechblase spiegelnden Kreuzigungsgruppe. So kommt die Bitte, die Sorge, der Dank oder das Lob unter dem Kreuz zu Wort und mehrfach zur Geltung.

Direkt unter dem Kreuz befand sich bisher erhöht der steinerne Altar. Aufgrund der liturgischen Veränderungen wurde der Altar nun in Richtung Kirchenmitte gerückt. Auch der Tabernakel auf der linken Seite wurde umgesetzt und wird jetzt von vier langen Steinen getragen, die bisher die alte Kommunionbank bildeten. Das Rednerpult (Ambo) wurde völlig neu aus den Steinen der abgebrochenen Kanzel gestaltet. Damit dienen die Steine alle ihrem ursprünglichen Sinn. Der Steinmetz Hubert Benz aus Eckartsweier hat die Fenster- und Turmarchitekturoptik neu in den Altar und in den Ambo eingebracht und somit eine Verbindung der Elemente geschaffen.

Der Taufstein wurde ins Zentrum gerückt und aus seinem bisherigen "Versteck" im hinteren Kirchenbereich befreit. Er steht jetzt direkt unter dem Kreuz und in einer Linie zum Eingang in die Kirche - Taufe ist die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen - und zum Altar. Paulus schreibt, dass wir auf den Tod Jesu Christi getauft sind, d.h. in die Auferstehung hinein, die sich hinter dem Kreuz eröffnet.

 

Überraschend ausdrucksstark durch das barocke Gold wirkt der Kreuzweg. Die Fensterquadrate zeigen die Stationen des Leidens Jesu. Sein Weg ist äußerst bedeutungsvoll für uns Christen. Die Streifen, die nach oben führen, umrahmen und heben somit zusätzlich wie ein Rahmen die Szenen in den Glasfenstern hervor.

Vorne rechts steht die 1941 gestiftete Marienfigur, die ihren Platz schon in der Notkirche hatte und seit Generationen die Goldscheurer Gläubigen begleitet.

Die Figur vorne im Altarraum stellt Elisabeth von Thüringen dar. Sie hat ein Strauß mit Rosen in ihrem Armen, die von einer wunderbaren Geschichte erzählen: Elisabeth teilte immer wieder ihren Reichtum, ihr Brot mit den Kranken und Armen, obwohl es ihr der Schlossherr verbot. Eines Tages erwischte er sie beim Gang von der Burg hinunter in die Stadt. Er stellte sie zur Rede und als sie – auf seinen Befehl hin – den Korb öffnete, war er gefüllt mit Rosen und nicht wie erwartet mit Brot.

Genießen Sie den Raum, der sich Ihnen hier bietet und fühlen Sie sich göttlich oder heimatlich geborgen.

Ein Kind sagte übrigens treffend beim Betreten dieser Kirche: „Mama, hier wohnt ein König!“

 
 

À la fin de la Grande Guerre, un infirmier français stationna en Allemagne non loin de Kehl, à Marlen-Goldscheuer. C'était un site marécageux où les méandres du Rhin étaient si capricieux que le village dut être déplacé 17 fois au cours de son histoire. L'homme était secoué par les horreurs de la guerre et décida de renoncer à une carrière militaire afin de suivre sa vocation. Il devint prêtre jésuite. Son nom est Pierre Teilhard de Chardin. Il ne put rien publier de son vivant, mais ses livres sont aujourd’h

ui mondialement connus et appréciés. Le Père de Chardin aspirait à une synthèse de la pensée et de la foi : l’esprit humain ne peut pas se contenter d’une vision du monde divisée et morcelée. Il a soif d’une harmonie entre l’ordre naturel et l’ordre surnaturel. Pour lui, comme pour la plupart des penseurs chrétiens, le Christ est l’axe et la fin de tout l’événement du monde, toute notre histoire est un avancement vers le point mystérieux Oméga. Aujourd'hui, cette conviction profondément chrétienne se reflète magistralement dans une simple église, à Goldscheuer, précisément là où résidait Teilhard de Chardin en 1918. Il y a une dizaine d’années, le Conseil de Fabrique de Kehl et l’archevêché de Fribourg cherchèrent le moyen d'assurer le financement de l’entretien de cette église en béton des années 60. D'une rencontre fortuite avec Stefan Strumbel, artiste de Street Art un peu provocateur, naquit l'idée de transformer la maison de Dieu en un espace théologique holistique, un lieu autant saint que sain où convergent foi et arts de plusieurs époques. Tout croyant ou touriste entrant dans cette église peut devenir témoin de cette unité recherchée par un peuple en marche, peuple sensible à l’inquiétude et au désarroi de notre temps, ayant besoin d’un havre de paix où tout peut se décanter et être remis dans les mains de Dieu, par l’intercession corédemptrice de Marie. L’axe du mouvement spirituel dont parlait Teilhard de Chardin est bien matérialisé par une ligne lumineuse (LED) entre les deux pentes du plafond de l’église. Elle lie et lit tout le mystère du salut. En effet, le plafond de bois est fait de deux parties légèrement courbes et inclinées de part et d'autre de la ligne lumineuse, telles les pages d'un livre ouvert, posé à l’envers et orienté vers l’assemblée. Cette ligne de lumière lie également les deux événements majeurs de l’histoire du Salut : la naissance du Christ sur le mur occidental puis sa mort et sa résurrection salvatrice sur le mur du chœur. Comme l'exige l’iconographie chrétienne, la Madone présente son fils, car c’est lui le Sauveur. Marie, elle, n’est pas une déesse. Elle est une « fille du peuple » portant la coiffe locale, connue d’ailleurs des deux côtés du Rhin.

Jésus n’est pas un adulte avec un corps d’enfant, comme souvent dans les anciennes représentations, mais un enfant à l’air sérieux. De sa main droite, il redresse le menton de sa mère dans un geste consolateur, et pose un regard réfléchi dans l’autre direction, vers sa destinée messianique symbolisée par la ligne lumineuse ou, mieux encore, vers nous, l’assemblée des croyants. A l’opposé, en plein centre du chœur, à la place de l’ancien maître-autel, le groupe statuaire de la crucifixion nous invite à nous dépasser nous-mêmes : nous ne devons pas nous arrêter au scandale de la mort du Vendredi Saint. Nous sommes invités à transcender la pénibilité de la souffrance vers la plénitude de la Résurrection. Le groupe statuaire, vestige de l’ancienne église, est placé dans une ogive gothique, d'où partent d’immenses rayons d'un rose baroque s'étendant sur toute la surface du mur du chœur. Pour certains, cela évoque une explosion dans le style des bandes dessinées. D’autres associent ces rayons à ceux d'un ostensoir baroque, d’autres encore y voient le rayonnement de l’espace de gloire saisi par la présence de l’Esprit Saint. Cette église, comme tous les autres lieux de culte, révèle, manifeste et célèbre le visage de Dieu parmi nous, le Christ toujours vivant dans son Église par la Parole, les Sacrements et la communauté des croyants.

L’édifice est porteur de messages théologiques s’exprimant dans un langage multiple et original, celui de la couleur, du verre et de la lumière. Cet amalgame surprenant à première vue (éléments d’art roman, gothique, baroque et pop art se côtoyant) peut éminemment nous aider à redéfinir le passage subtil du traditionalisme vers la tradition. Le premier est la foi morte des vivants, la deuxième est évidemment le contraire : la foi vivante des morts. Le mélange des styles est une excellente expression de la foi vécue à certains moments de l’histoire, qui nous aide à vivifier la nôtre aujourd'hui. En tant que louange de Dieu, l’art de toute époque nous conduit vers cette foi. L’utilisation de l’espace, les variations ultramodernes de nuances colorées et les contours dessinés par les LED, les jeux de volumes sous la lumière naturelle sont autant de supports à l’action de grâce. Le père Teilhard de Chardin souhaitait pour les humains une montée et une expansion de conscience. L’église de Goldscheuer, sur le sol qu’il a foulé avant sa construction, offre à son humble niveau, un abri spirituel où la recherche esthétique et la soif d’unité intérieure rendent témoignage du stade où se trouve engagée aujourd’hui l’humanité en marche vers son Créateur.

Alois Balint