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Ökumenischer Kehler Adventskalender 2020

4. Dezember  (Elisabeth Humpert, kath. Kirchengemeinde)

 

Sankt Barbara

Ran an den Baum! Wer sich am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, ein paar Zweige vom Kirsch- oder Apfelbaum ins Haus holt, der kann sich Weihnachten über einen Blütenzauber freuen.

Hoffnung, neues Leben und ein Hauch von Frühling, all das verspricht der Barbara-Tag, der jedes Jahr am 4. Dezember gefeiert wird. An diesem Tag werden traditionell Zweige von Kirsch-, Apfel- oder Pflaumenbäumen, aber auch von Forsythien oder Mandelbäumchen geschnitten und im Haus in eine Vase gestellt. Mit etwas Glück stehen die Zweige an Weihnachten in Blüte.

Dieser Brauch geht auf eine alte Legende um die christliche Märtyrerin Barbara zurück: Sie soll im 3. Jahrhundert in Nikomedia in der heutigen Türkei gelebt haben. Weil sie zum Christentum übertrat und ihren Glauben lebte, ließ ihr heidnischer Vater sie ins Gefängnis bringen. Auf dem Weg dorthin verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid. Sie stellte ihn in ihrer Zelle in ein mit Wasser gefülltes Gefäß. Der Legende nach fing er am Tag ihrer Hinrichtung an zu blühen.

Mit einem Kirschzweig, bei Kälte gepflückt,
hast du dir einmal dein Zimmer geschmückt.

An einem Kirschzweig blüht’s kirschblütenweiß
am Weihnachtstage trotz Schnee und trotz Eis.

Mit einem Kirschzweig – hast du’s gesehn? –
kann tief im Winter ein Wunder geschehn.

Elke Bräunling