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13. Dezember - Luzia

Ökumenischer Kehler Adventskalender 2021

13. Dezember (Elisabeth Humpert)

 

Heilige Luzia

Sie war ein eher stiller Mensch. Aber ihr Beispiel konsequenten Christseins wurde auch ohne viele Worte verstanden. Luzia, die Leuchtende, zeichnet sich wie die anderen großen Gestalten der Adventszeit durch ein außergewöhnliches Maß an Mut und Menschenfreundlichkeit aus. Sie wurde wahrscheinlich um das Jahr 304 unter dem Kaiser Diokletian als Märtyrerin ermordet.

Seit dem Mittelalter ist der 13. Dezember, der Luzia-Tag, ein volkstümliches Fest. Dieser Tag war bis 1582 zugleich der Tag der Wintersonnenwende. Auf vielfältige Weise brachte Luzia Licht in die längste Nacht des Jahres. Luzia stammt aus dem sizilianischen Syrakus und half den verfolgten Christen, die sich in den Katakomben versteckten. Damit sie im Dunkeln besser sehen konnte und die Hände frei hatte, steckte sie sich Kerzen ins Haar.

Weil sie ehelos leben wollte, hatte sie die Verlobung mit einem reichen Kaufmann gelöst. Dieser verriet sie beim Kaiser. Nachdem sie gefasst wurde, richteten die Römer sie hin.

 

Luzia hat die Phantasie der Menschen durch die Jahrhunderte beflügelt. Ihre Geschichte zeigt, wie man ganz frei werden kann zu einem Leben, in dem nur noch die Liebe zählt. Aber Luzia machte sich nicht durch Lautstärke bemerkbar. Die Liebe macht keinen Lärm. Sie äußert sich ganz leise - durch die Art, wie wir leben. Als Leitfigur der 3. Adventswoche lädt Luzia uns dazu ein, nicht durch den Advent zu eilen, sondern zu verweilen und Stille und Staunen wieder neu zu entdecken. Denn wer die Stille sucht, dessen Sinne werden sensibler, der wird zärtlicher und lernt, im Sichtbaren das Unsichtbare zu erkennen.

 

Unser Tipp zum Luzia-Tag:

Backen Sie doch mal Luzia-Küchlein - sie werden auch Lussekatter genannt.

Zutaten: 1 Würfel Hefe, 900g Mehl, 200g Butter, 2g Safran, ca. 1/2l Milch, 20g Zucker, ½ TL Salz, 1 Ei, Rosinen. 2EL Milch können auch durch 2EL Rosenwasser ersetzt werden.

So geht’s: Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig kneten, dazu Safran in erwärmter Milch bzw. erwärmtem Rosenwasser auflösen. Den Teig lässt man 30 min gehen Dann werden 2 „S“ aus dem Teig geformt und kreuzweise übereinandergelegt. Zum Schluss mit den Rosinen verzieren und mit Eigelb bestreichen. Ca. 15-20 min bei 180 bis 200 Grad goldgelb backen.